Die Orgel der 2010 profanierten Kirche St. Heinrich zu Köln-Deutz stammt aus dem Jahre 1975 und wurde von der renommierten Firma Schuke (Berlin) erbaut. Das ganze Instrument ist hochwertig gebaut worden. Mit 22 Registern auf zwei Manualen und Pedal ist das Werk sehr gut für eine weitere Nutzung in der Kirche St. Aloysius Stürzelberg geeignet.
Leider wurde die Kirche St. Heinrich in der Zwischenzeit in der Weise umgebaut, dass der ehemalige Kirchenraum nun ein Mehrzweckraum für Tagungen, Theateraufführungen, Sport usw. ist. Die Empore auf der die Orgel stand, wurde mit einer Wand zugebaut, in der lediglich Fensterausschnitte waren.
Dadurch wurde der Abbau natürlich zu einer großen logistischen Herausforderung. Zumal die Raumnutzung völlig normal weiterlief.
Nach dem Abbau und dem Transport nach Dormagen-Stürzelberg mussten alle Teile gereinigt werden. Zudem stand die Erstellung der Elektrosicherheit innerhalb der Orgel, die Überarbeitung der Registerzugmotoren und die Erneuerung aller vier Balgbelederungen an.
Die Pfarrkirche St. Aloysius ist das herausragende Bauwerk in Stürzelberg (Ortsteil von Dormagen). 1838 wurde das Gotteshaus gebaut, 1910 wurde es um ein Seitenschiff erweitert.
Da die Empore nun frei war und maßstabsgetreue Abmessungen auf der Empore ergeben haben, dass das Instrument räumlich perfekt passt, konnte nun die Orgel mit ihren rund 3.500 kg aufgestellt werden.
Diese Versetzung war nahezu 1:1 möglich und daher eine Variante, welche vom finanziellen Aufwand für die Gemeinde gut realisierbar war.
Die Orgelgröße entspricht in etwa einem in früheren Zeiten schon einmal dort beheimateten Instrument.
Die Intonationsarbeiten waren eine Herausforderung, denn der Raum in Köln-Deutz war mit offenporigen Ziegeln ausgestattet und daher sehr stark schallschluckend.
Die Kirche St. Aloysius dagegen ist mit einer perfekten Orgelakustik mit schönem Nachhall ausgestattet.
Daher hatten wir viel damit zu tun die Lautstärke des Instrumentes deutlich zurückzunehmen.
Heute fügt sich die Orgel wunderbar in die Raumgestaltung und -akustik ein.
Sie bietet der Gemeinde viele klangliche Möglichkeiten zur Gottesdienst- und Konzertgestaltung und ist somit das perfekte Match für alle.