KlangWelt – Was wir tun

2017

Köln St. Severin, Peter/Mühleisen 1990/ 2012; 44/III/Pedal

Freie Mitarbeit bei den Arbeiten die nach der Generalsanierung der Severinskirche an der Orgel nötig waren. Das Instrument wurde wieder ausgehaust, gereinigt und für grundlegende Umintonationsarbeiten durch die Fa. Mühleisen vorbereitet.

 

Dormagen-Nievenheim St. Pankratius, Sauer 1996; 38/III/Pedal

Nievenheim St. Pankratius

Disposition der Orgel:

 

1. Manual HW C-g´´´ 2. Manual RP C-g´´´ 3. Manual SW C-g´´´ Pedal C-f´
Bourdon 16´ Holzgedackt 8´ Holzprinzipal 8´ Holzprinzipal 16´
Principal 8´ Praestant 4´ Bleigedackt 8´ Subbaß 16´
Gamba 8´ Koppelflöte 4´ Salicional 8´ Oktavbaß 8´
Rohrflöte 8´ Principal 2´ Vox coelestis 8´ Spitzflöte 8´
Octave 4´ Sesquialter 2fach Ital. Prinzipal 4´ Choralbaß 4´
Spitzgedackt 4´ Zimbel 3fach Traversflöte 4´ Posaune 16´
Quinte 2⅔´ Krummhorn 8´ Nasat 2⅔´ Holztrompete 8´
Superoctave 2´ Oktavin 2´  
Mixtur 5 fach Terz 1 3/5´  
Trompete 8´ Tremulant Fourniture 4f. 1 1/3´  
Tremulant I-II Basson 16´ I-Ped
III-II Tromp. harm. 8´ II-Ped
Oboe 8´ III-Ped
Clairon 4´
Tremulant

Die Orgel von Siegfried Sauer im Wallfahrtsort Nievenheim ist in zwei Etappen im März und im Mai von uns gereinigt worden. Zu überarbeiten war ebenso die Elektrosicherheit wie die Beleuchtung am Spieltisch. Einige abgesackte Pfeifen wurden mit zusätzlichen Rastern ausgestattet und das gesamte Werk nachintoniert.

 

 

 

Köln-Lindenthal St. Thomas-Morus, Klais 1966; 19/II/Pedal

Köln Lindenthal St. Thomas Morus

Disposition der Orgel :

 

I. Manual Hauptwerk: II. Unterwerk Pedal:
Principal 8´ Holzgedackt 8´ Subbass 16´
Rohrgedackt 8´ Quintade 8´ Oktavbass 8´
Oktave 4´ Spillpfeife 4´ Bassflöte 8´
Gemshorn 2´ Prinzipal 2´ Piffaro 2 fach
Sesquialter 1-3 fach Nasard 1 1/3´ Fagott 16´
Mixtur 4 fach None 8/9´
Cymbel 3 fach I/P
Musette 8´ II/P
Tremulant II/I

Im Februar 2017 begannen die Arbeiten an der Klais Orgel in St. Thomas-Morus zu Köln-Lindenthal. Der beklagenswerte Zustand machte umfassende Arbeiten nötig. So wurde nicht nur die überdurchschnittliche Verschmutzung beseitig, sondern auch für Elektrosicherheit im Sinne der „Handreichung für Elektrotechnik im Orgelbau“ des Bundes Deutscher Orgelbaumeister gesorgt (auch hier wieder in Zusammenarbeit mit FBS Orgelbau & Elektrotechnik GmbH). Zudem wurde der Wunsch nach etwas moderateren Klängen umgesetzt. An einigen Stellen wurde die Disposition umgestellt und damit schon entschärft, an anderen Stellen wurde dieses Ziel durch intonatorische Eingriffe umgesetzt. Die Spieltischbeleuchtung wurde ebenso erneuert wie die Belederung an den Bälgen. Weitere Arbeiten waren Reparaturen an eingesackten Pfeifenfüßen sowie das Schließen von offenen Stellen im Spieltisch.

Neue Disposition:

I. Manual Hauptwerk: II. Manual Unterwerk: Pedal:
Principal 8´ Holzgedackt 8´ Subbass 16´
Rohrgedackt 8´ Quintade 8´ Oktavbass 8´
Oktave 4´ Spillpfeife 4´ Bassflöte 8´
Superoctave 2´ Nasard 2⅔´ Piffaro 2 fach
Sesquialter 1-3 fach Gemshorn 2´ Fagott 16´
Mixtur 4 fach Terz 1 3/5´
Quinte 1 1/3´ I/P
Musette 8´ II/P
Tremulant II/I

 

 

 

Burscheid St. Laurentius, Weimbs 1992; 26/III/Pedal

Burscheid HP

Disposition der Orgel :

 

Hauptwerk: Schwellwerk: Pedal:
Bourdon 16´ Gamba 8´ Subbass 16´
Principal 8´ Harmonieflöte 8´ Offenflöte 8´
Rohrflöte 8´ Principal 4´ Gedeckt 8´
Octave 4´ Flaut travers 4´ Choralbass 4´
Flaut dous 4´ Nasard 2⅔´ Posaune 16´
Sesquialter II fach Flageolett 2´ Trompete 8´
Superoctave 2´ Terz 1 3/5´ Koppel II/P
Cornett III fach ab c´ Mixtur IV fach 2´ Koppel III/P
Mixtur  IV fach 1⅓´ Voix humaine 8´
Trompete 8´ Hautbois 8´ Das erste Manual ist ein
Tremolo Tremolo Koppelmanual

Das von der Orgelbaufirma Weimbs aus Hellenthal im Jahre 1992 gebaute Instrument, wurde von uns im Januar 2017 gereinigt. Zu diesen Arbeiten kam noch ein größerer Setzer, der Umbau der Orgelinternen Elektrik im Sinne der Elektrosicherheit nach der „Handreichung für Elektrotechnik im Orgelbau“ des Bundes Deutscher Orgelbaumeister. Diese Arbeiten wurden von der Fa. FBS Orgelbau & Elektrotechnik GmbH in unserem Auftrag ausgeführt. Die Maßnahme an der Orgel beinhalteten des weiteren die Erneuerung der Spieltischbeleuchtung, Schimmelentfernung, die fehlerfreie Anbindung an die Chororgel und natürlich eine komplette Nachintonation. Insgesamt klingt dieses sehr solide und schöne Instrument nun wieder sehr prachtvoll.

2016

Marl, ev. Dreifaltigkeitskirche

Auch dieser Kirchenraum wurde renoviert, was auch eine Orgelreinigung nach sich zog. Die einmanualige Breil Orgel mit geteilten Schleifen war überdurchschnittlich verschmutzt und wurde von uns nach Beendigung der Kirchenumbauarbeiten gereinigt und nachintoniert.

marl-ev-dreifaltigkeit

Disposition der Orgel:

Gedackt 8´; Prinzipal 4´; Rohrflöte 4´; Schwiegel 2´; Sesquialter 2fach; Mixtur 3 fach; Subbass 16´

 

 

Monheim-Baumberg, St. Dionysius

baumberg-altAlte Ansicht der Orgel in St. Dionysius

Lange war eine Reinigung der Klais Orgel Opus 1218 schon nötig geworden, aber die Gemeinde wartete noch Umbauarbeiten in der Kirche ab. Als diese vollendet waren, konnten wir die Orgel aus ihrer Schutzhülle wieder befreien und uns an die Arbeit machen. Es war schon lange klar, dass die Orgel für den Raum eigentlich zu klein ist und auch zu spitz klingt. Deshalb erarbeiteten wir in Zusammenarbeit mit dem Orgelsachverständigen und den zuständigen Kirchenmusikern ein musikalisches und auch optisches Konzept, welches die Orgel weiterentwickeln sollte. Niemand wollte, dass das Instrument am Ende der Arbeiten nicht mehr wieder zu erkennen ist. Aber die Veränderung sollte nicht nur hörbar, sondern auch sichtbar sein. So entschlossen wir uns die Formensprache der Erbauerfirma aus Bonn zu übernehmen.

Der neue Principal 8´ wurde im Pedalwerk neben den Subbass in den Prospekt gestellt. Und zwar so, wie es auch im Hauptwerk mit den tiefen Tönen der Rohrflöte und dem Prinzipal 4´ zu sehen ist. Die größte Holzpfeife einer jeden Gruppe blieb stehen. Die anderen Holzpfeifen wanderten nach innen und machten so Platz für die neuen Prospektpfeifen aus Metall. Da das Register auf einer elektrischen Zusatzlade steht, konnte es auf allen Werken spielbar gemacht werden.

Damit aber nicht genug: auch eine Zungenreihe 16´/8´ kam noch hinzu. Die Trompete hat ab dem tiefen F der 16´ Lage volle Länge und gibt der Orgel damit den majestätischen Klang, der ihr bisher fehlte, aber ohne zu mächtig aufzutrumpfen. Beide neuen Pfeifenreihen sind auf den vorhandenen Mensuren aufbauend gebaut und intoniert worden.

Um all zu viel Schärfe auf dem Gesamtklang herauszunehmen, wurde noch die Cymbel aus dem schwellbaren Nebenwerk entfernt und die Quinte und die Terz aus dem Sesquialter einzeln spielbar gemacht. Die hohe Quinte 1 1/3´ wurde um eine Oktave aufgerückt.

Disposition der Orgel:

1. Manual HW C-g´´´ : 2. Manual SW C-g´´´: Pedal C-f´:
Praestant 16´  ab c0 Principal 8´ * Subbaß 16´
Principal 8´ Gedackt 8´ Octavbass 8´
Rohrflöte 8´ Holzflöte 4´ Pommer 8´
Salicional 8´ Quinte 2⅔´ ab c° Choralbass 4´
Octave 4´ Flöte 2´ Choralflöte 4´
Quintade 4´ Terz 1 3/5´ c° Bombarde 16´
Quinte 2 ⅔´ ab c° Rohrschalmey 8´ Trompete 8´
Superoctave 2´ Bombarde 16´ * Clairon 4´
Mixtur 4f Trompete 8´ *
Bombarde 16´ Tremolo **
Trompete 8´
*nicht schwellbar Pedalkoppel I/ Ped
Koppel II-I **wirkt nicht auf Auxilliar Pedalkoppel II/Ped

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Das neue Aussehen der Klais Orgel in St. Dionysius zu Monheim-Baumberg

 

Düsseldorf, St. Paulus Marienkapelle

Die dringend nötige Renovierung der räumlich abgeschlossenen Kapelle der Pfarrkirche St. Paulus hatte auch die Reinigung der kleinen Klais Orgel (opus 1202) zur Folge. Das Instrument hatte in den letzten Jahre unter starker Verschmutzung sehr gelitten. Nun wurde es gereinigt, nachintoniert und wieder für den Werktaggebrauch fit gemacht.

duesseldorf-st-paulus-kapelle

Disposition der Orgel:

Hauptwerk C-g´´´: Nebenwerk C-g´´´: Pedal C-f´:
Rohrflöte 8´ Singend Gedackt 8´ Subbass 16´
Principal 4´ Blockflöte 4´ Metallgedackt 8´
Gemshorn 2´ Principal 2´
Mixtur 3-4 fach Terzian 1-2 fach Koppel:
I/P
II/I II/P

 

 

Köln-Chorweiler, Hl. Johannes XXIII:

chorweiler-mit-spt

Bisher nur mit einem elektronischen Instrument ausgestattet, kann sich die Gemeinde – seit dem Einweihungstage am dritten Advent – über eine richtige Pfeifenorgel freuen. 25 echte Register, die, trotz der trockenen Akustik in dem modernen Kirchenraum, alle Facetten des natürlichen Pfeifenklangs bieten. Die Pfarrkirche St. Anna im Düsseldorfer Stadtteil Niederkassel wurde geschlossen und zwei Pfarrer konnten glücklich sein, dem jeweils anderen eine Sorge abgenommen bzw. einen Traum verwirklicht zu haben. Pfarrer Dederichs aus Düsseldorf wusste, dass die Orgel in gute Hände kommt, und Pfarrer Neukirchen hoffte schon lange auf eine Pfeifenorgel für Chorweiler. Und so wurde das Instrument verschenkt. Nach dem Abbau, der als Schwalbennester aufgehängten Orgelwerke in Düsseldorf, wurden alle Verschleißteile überholt, die Disposition für den neuen Raum angepasst und der Spieltisch bis auf das Gehäuse neu aufgebaut. Die elektrisch angesteuerte Orgel erhielt einen modernen Setzer der Fa. sinua und wurde auf den modernsten und sichersten Stand gebracht. Alle Teilwerke wurden in die vorhandenen Orgelkammern in der Pfarrkirche Hl. Johannes XXIII. eingepasst. Die neue Disposition besteht aus qualitativ hochwertigen gebrauchten Registern und einer neuen Pedaltrompete der Fa. Killinger. Da das Budget – wie so oft – knapp war, wurden die vorhandenen Verblendungen der Orgelkammern größtenteils wiederverwendet. Der Prospektablauf des Positivs wurde gedreht, die Blenden angepasst und drei Blindpfeifen aus dem Werkstattbestand als Andeutung für das Pedalwerk hinzugefügt. Nach intensiver Intonationsarbeit klingt nun alles homogen und schlüssig.

chorweiler

Disposition der Orgel :

1. Manual HW C-g´´´: 2. Manual NW C-g´´´: Pedal C-f´:
Praestant 8´ Gedackt 8´ Subbass 16´
Paxflöte 8´ Prinzipal 4´ Octavbass 8´
Salicional 8´ Flöte 4´ Gedecktbass 8´
Oktave 4´ Quinte 2 2/3´ CHoralbass 4´
Rohrflöte 4´ Nachthorn 2´ Rauschpfeife 4 fach
Superoctave 2´ Terz 1 3/5´  Posaune 16´
Schwiegel 2´  Scharff 3-4 f.  Trompete 8´
Mixtur 4 fach 1 1/3´  Rohrschalmey 8´
Trompete 8´ Tremulant I-P, II-P, II-I

 

Köln-Zollstock St. Pius

Köln St. Pius Chamade ganzer Raum

Die 34 Register große Seifert Orgel aus den 1950er Jahren wurde von uns im Jahre 2011 überarbeitet. Damals wurde auch schon die Disposition etwas verändert (Einbau eines Streichers und einer Schwebung). Nun kam eine nicht alltägliche Erweiterung dazu: Eine Chamade 8´, also eine liegendes Trompetenregister, welches direkt in den 52 Meter langen Raum spricht. Aufgestellt auf der Empore gegenüber der Hauptorgel. So ist ein Dialog zwischen HO und Chamade möglich. Das Register baut das Plenum mit viel Grundton aber auch auf und hat natürlich ebenfalls solistische Qualitäten. Der Winddruck ist mit 80 mmWS moderat, die Mensur relativ weit. Ab c´´ sind die Pfeifen überblasend. Alles darauf ausgelegt die Zuhörer klanglich nicht zu erschlagen, sondern eine vielseitige Bereicherung zu sein.

Köln St. Pius Chamade Detail

 

 

Neuapostolische Kirche Köln- Ehrenfeld

NAK Köln Mitte Trompete

Wo man nicht stehen kann, ist liegen keine Schande

Um der Hauptwerkstrompete 8´ mehr Grundton geben zu können wurde der tiefen Oktave die volle Becherlänge (in Zink) gegeben. Diese passte allerdings stehend nicht auf die Lade. Deshalb legten wir sie hinter den Prospekt. Die Becherlänger der restlichen Pfeifen wurde durch zulöten der Intonierschlitze auf die richtige Becherlänge gebracht.

 

 

Neuss St. Pius X.

Neuss St. Pius

Die Betonkirche St. Pius X. bekam im Februar 2016 eine 24 Register Orgel der Firma Bürkle. Diese stammt aus der ev. Johanneskirche zu Moers, welche profaniert und zu einem Archiv umgebaut wurde. Die Orgel wurde über die Firma Instrumente Ladach verkauft und von uns in Neuss aufgestellt.

Dazu waren etliche Arbeiten nötig, denn der Boden in der Piuskirche fällt zur Mitte der Kirche ab. Der Pedalturm stand in Moers auf einer Emporenbrüstung, hatte also kein Gehäuse. Dies, wie auch ein Spieltischpodest und eine Rückwand für das gesamte Instrument wurden ergänzt. Etliche Reparaturen (wie z. B. Ersetzen eingesunkener Prospektpfeifenfüße, Neubelederung einiger Bälge, Einbau eines neuen Gleichrichters usw ) wurden durchgeführt. Die Disposition wurde geändert um diverse klangliche Spitzen der 1960er Jahren heraus zu nehmen. Die im Hauptwerk stehende Oboe 8´ wurde als Ersatz für ein Scharff 4fach ins Nebenwerk gestellt. Auf den freien Stock kam eine neue Trompete 8´ aus dem Hause Killinger Pfeifen. Außerdem wanderte die Quinte 2 2/3´ vom HW ins Nebenwerk und eine Dolce 4´ nahm ihren Platz ein. Somit gibt es im Hauptwerk, wie sonst selten bei dieser Orgelgröße, drei 4´ Register von höchst unterschiedlichem Charakter. Im Nebenwerk stehen nun zwei unterschiedliche Zungen und die Registrierung eines Kornetts ist möglich (die Terz musste ihren „Partner“ None abgeben und die Quinte 1 1/3´ wich der tieferen Quinte aus dem HW). Ein besonderes Register ist der labiale (!) Dulzian 2´ im Pedal. Es handelt sich um gedeckte, trichterförmige Pfeifen, welche überblasen. Sie haben einen sehr runden und intensiven Klang.

Disposition der Orgel :

2. Manual HW C-g´´´: 1. Manual NW C-g´´´: Pedal C-f´:
Principal 8´ Gedackt 8´ Subbass 16´
Holzflöte 8´ Principal 4´ Offenbass 8´
Oktave 4´ Spitzflöte 4´ Choralflöte 4´
Quintade 4´ Quinte 2 2/3´ Dulzian 2´
Dolce 4´ Nachthorn 2´ Rauschpfeife 4 fach
Octave 2´ Terz 1 3/5´  Fagott 16´
Mixtur 4 fach 1 1/3´  Oboe 8´
Trompete 8´  Rohrschalmey 8´ I-P
I-II Tremulant II-P

 

 

Köln Fühlingen St. Marien

Fühlingen Januar 2016

Die Anfang 2009 in St. Marien aufgestellte Orgel der schweizerischen Orgelbaufirma Metzler stammt aus dem Jahre 1945. Ein erstaunliches Erbauungsjahr! Ähnlich erstaunlich war die Tatsache, dass die Orgel nach nur sieben Jahren überaus verschmutzt war. Ende 2015 wurde die Kirche renoviert und alle Fenster abgedichtet. Im Januar 2016 wurde die von uns eingehauste Orgel wieder ausgepackt, gereinigt und nachintoniert. Die klangliche Bearbeitung war nötig geworden, da sich der Nachhall in der Kirche nach den Renovierungsarbeiten vervielfacht hat. Hinter den Prospektpfeifen wurde ein schwarzes Tuch montiert um den Ablauf der Prospektpfeifen besser sichtbar zu machen.

Disposition der Orgel :

1. Manual HW C-g´´´: 2. Manual NW C-g´´´: Pedal C-f´:
Principal 8´ Gedackt 8´ Subbass 16´
Rohrflöte 8´ Principal 4´ Basse 8´
Oktave 4´ Nachthorn 4´
Spitzflöte 4´ Nazard 2 2/3´
Mixtur 4fach 2´ Superoctav 2´
Trompete 8´ Tierce 2´& 1 3/5´
II/I  Quinte 1 1/3´  I-P
Tremulant  Tremulant II/P

Herbst 2015

Kapelle des evangelischen Friedhofs an der Hugostraße in Wuppertal

HP Wuppertal Friedhof 2015

Die Bürkle Orgel der Friedhofskapelle war sehr verschmutzt und von unterschiedlichen Stellen reparaturbedürftig. So haben wir drei Bälge neu beledert, die Spieltischbeleuchtung ausgetauscht, alle Lederpulpeten erneuert, Pfeifendeckel neu fixiert und die Pedalklaviatur mit neuen Druckfilzen versehen. Die gesamte Mechanik musste neu reguliert werden und die Intonation wurde überarbeitet.

1. Manual HW C-g´´´ 2. Manual POS C-g´´´ Pedal C-f´
Rohrflöte 8´ Holzgedackt 8´ Subbass 16´
Principal 4´ Blockflöte 4´  Bassflöte 4´
vacant Principal 2´
 Quintflöte 1 1/3´ I/P
II/I  Tremulant  II/P

 

 

 

Neuapostolische Kirche Menden/Sauerland

HP NAK Menden 2015

Nachdem in Castrop-Rauxel Ickern-Ost die neuapostolische Kirche profaniert wurde und zu einem Lagerraum für alle möglichen Gegenstände des kirchlichen Alltags umgebaut wurde, kam die Zeit, die Orgel in eine andere Kirche zu versetzen. Auf Vorschlag des OSV Wolf-Rüdiger Spieler wurde sie in die neuapostolische Kirche nach Menden im Sauerland versetzt. Dort musste nur das rechte Pfeifenfeld ergänzt werden. Dazu wurden Pfeifen des kupfernen Subbasses verwendet, welche vorher innen standen. Da es aber ursprünglich schon einmal Prospektpfeifen waren, passt dieses Feld nun gut zu dem Eckfeld auf der linken Seite. Die Intonation wurde im Rahmen dessen, was das Pfeifenwerk zuließ, ausgeglichen und verbessert.

1. Manual HW C-g´´´ 2. Manual NW C-g´´´ Pedal C-f´
Holzgedackt 8´ Pommer 8´ Subbass 16´
Principal 4´ Rohrflöte 4´
Schwiegel 2´ Principal 2´
Mixtur 3 fach  Quinte 1 1/3´ I/P
II/I  II/P

 

 

 

Ev. Kirchengemeinde Sankt Augustin Menden

HP Sankt Augustin Menden ev. Kirche 2015

Abbau, Aufbau, Schöner

Kurz zusammengefasst war das die Arbeit und das Ergebnis an der Oberlinger Orgel in der evangelischen Kirche in Sankt Augustin Menden.

Die Orgel wurde bis auf das Untergehäuse abgebaut und in den Vorraum der Kirche geschoben. Dort wurde sie staubgeschützt verpackt und nach den aufwändigen Umbau- und Renovierungsarbeiten im Kirchenraum gereinigt und wieder aufgestellt. Abschließend fanden die Intonationsarbeiten statt, welche die immer schon als zu laut empfundenen Orgel etwas „zügelten“. Dabei wurden die Grundstimmen entrauscht, die hohen Register etwas zurückgenommen und die Rohrschalmey auf die richtige Becherlänge intoniert.

1. Manual HW C-g´´´ 2. Manual NW C-g´´ Pedal C-f´
Principal 8´ Gedackt 8´ Subbass 16´
Rohrflöte 8´ Gambe 8´ Gedecktbass 8´
Octave 4´ Spillflöte 4´ Choralbass 4´
Schwiegel 2´ Principal 2´
Sesquialter 2fach Quinte 1 1/3´
Mixtur 4 fach Rohrschalmey 8´
Tremulant  I/ Ped
Manualkoppel II/I  II/Pedal

Sommer 2015

Reinigung und Intonation in XXL

Ruhr-Universität Bochum

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(Foto: Sabine Hoeper)

Bei diesem Projekt stellt sich die Frage, ob die Organisation, Planung, Absprache und die Zeitknappheit nicht komplizierter sind als die eigentlichen Arbeiten an der Orgel (wobei die Arbeit gerade bei der Intonation nicht von Pappe war).

Gut zwei Jahre suchten die Verantwortlichen der Ruhr-Universität Bochum nach einem Zeitfenster im ständig ausgebuchten Auditorium Maximum, welches unter anderem als Konzertsaal der Bochumer Symphoniker sowie für das Uniorchester und -chor, größtem Vorlesesaal der Universität und Ausstellungsraum für unterschiedlichste Zwecke dient. Dabei mussten wir schon einen Kompromiss in unseren Zeitvorstellungen eingehen. Kein Problem in dem Zeitraum der reinen Reinigungsarbeiten. Einfach mehr Leute, dann geht es schon schneller.

Aber der Zeitraum der Nachintonation war von unserer Seite aus nicht verhandelbar. Da müssen besondere Bedingungen eingehalten werden. Kein Zeitdruck und absolute Ruhe im Raum. Dazu ein zeitsparendes, weil wegeverkürzendes Konzept. Die gesamte Orgel wurde fast komplett eingerüstet. An den Seiten mit Plateaus um Pfeifen auslagern und reinigen zu können ohne kilometerweit damit laufen zu müssen. Und vor dem Prospekt um die Schäden eines Wassereinbruchs von den 32´ Prospektpfeifen zu entfernen.

sommer-2015-bochum-audimax-geruest

Dazu werden noch kleinere Reparaturen ausgeführt die sich auch von dem Wassereinbruch herleiten. Aber auch eingesackte Pfeifen mit zusätzlichen Rastern und Aufhängungen ausgestattet, die Spieltischbeleuchtung am fahrbaren Spieltisch in entsprechender Größe ausgetauscht usw.

Insgesamt kann man von einem reinen Luxusinstrument der Firma Klais aus dem Jahre 1998  sprechen: zwei Spieltische; drei 32´ Register, davon zwei komplett in voller Länge (Pincipalbass 32´ ab E im Prospekt und Bombarde 32´ die von uns auf den Bordunpunkt intoniert wurde); drei Schwebungen (auf dem ersten Manual eine Principalschwebung Pifaro 8´ die jetzt auch endlich funktioniert, im zweiten Manual eine tieferschwebende Flötenschwebung und im dritten Manual eine Streicherschwebung, die jetzt so leise ist, wie man sich das bei der Kombination Aeoline und Vox coel.  vorstellt); zwei Schwellwerke; vier Manuale; vier horizontal Zungen (16´, 8´, 8´, 4´); keine Transmissionen oder Extensionen, alles echt!

Disposition der Orgel :

I.HAUPTWERK    C-c4 II. POSITIV C-c4 III. RECIT C-c4 IV.BOMBARDWERK C-c4 (horizontal) PEDAL C-g1
Praestant 16′ Rohrgedackt 16′ Salicional 16′ Tuba 16′ Principalbass 32′
Gedackt 16′ Principal 8′ Bourdon 16′ Tuba 8′ Untersatz 32′
Principal I-II 8′ Quintadena 8′ Diapason 8′ Tromp. chamade 8′ Principal 16′
Flûte harm. 8′ Portunalflöte 8′ Flûte traversière 8′ Tromp. chamade 4′ Violonbass 16′
Doppelgedackt 8′ Unda maris 8′ Konzertflöte 8′ Subbass 16′
Salicional 8′ Octave 4′ Aeoline 8′ Zartbass 16′
Pifaro 8′ Koppelflöte 4′ Vox coelestis (ab c0) 8′ KOPPELN Octave 8′
Octave 4′ Viola 4′ Octave 4′ II – I Flötbass 8′
Blockflöte 4′ Sesquialter II 2 ⅔‘ Flûte octaviante 4′ III – I Cello 8′
Fugara 4′ Bauernflöte 2′ Violine 4′ IV – I Choralbass 4′
Großquinte 5 ⅓‘ Quinte 1 1/3′ Nasat 2 ⅔‘ III – II Flöte 4′
Großterz 3 1/5′ Mixtur V 2′ Doublette 2′ IV – II Nachthorn 2′
Quinte 2 ⅔‘ Scharff IV 1 ⅓‘ Kleincornet III 2 ⅔‘ IV – III Großcornet III 10 ⅔‘
Octave 2′ Dulcian 16′ Plein jeu harm. III-V 2′ Sub III – I Hintersatz V 4′
Waldflöte 2′ Cromorn 8′ Harm. aetheria III 2 ⅔´ Super III – I Rauschquint III 2 ⅔‘
Mixtur V-VII 2 ⅔‘ Klarinette 8′ Basson 16′ Super in III Bombarde 32′
Cymbel IV 1′ Horn 8′ Trompette harm. 8′ Sub in III Posaune 16′
Cornet V (ab g0) 8′ Tremulant Hautbois 8′ I – P Fagott 16′
Trompete 16′ Voix humaine 8′ II – P Trompete 8′
Trompete 8′ Clairon harmonique 4′ III – P Clairon 4′
Clairon 4′ Tremulant IV – P

 

Bisher erschienene Berichte im Kölner Stadt Anzeiger; der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und der Ruhr-Universität intern:

 

http://www.ksta.de/pulheim/sanierung-der-groessten-konzertorgel-in-nrw-6146-pfeifen-werden-per-hand-gereinigt,15189190,31220988.html

http://waz.m.derwesten.de/dw/staedte/bochum/grossputz-fuer-die-orgel-im-audimax-id10906691.html?service=mobile

http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/meldung/2015/07/meld02827.html.de

 

 

 

Dormagen-Delhoven St. Josef

Dormagen-Delhoven-Fruehling-2015

Für unser Unternehmen stand erneut ein Orgelumzug an.

Dies wurde aber erst nach der vierten Orgel die der Gemeinde angeboten wurde konkret. Bei dem ersten Instrument war eine andere Käufergemeinde schneller. Bei dem Zweiten wäre der Umbauaufwand zu groß gewesen. Von dem dritten haben wir Orgelbauer aus unterschiedlichen Gründen abgeraten.

Dann bot Andreas Ladach der Gemeinde eine Kreienbrink Orgel von 1969 mit 19 Registern aus der Johanneskirche in Telgte im Münsterland an. Dieses Instrument war zwar asymmetrisch, was nicht in die Kirche in Delhoven gepasst hätte, machte aber von seiner Verarbeitungs- & Klangqualität her einen überzeugenden Eindruck auf alle Beteiligten.

Also wurde von uns ein Konzept erarbeitet, wie die Asymmetrie zumindest abgemildert werden konnte. Dazu noch eine moderate Anpassung der Disposition und das Angebot für den Kirchenvorstand war fertig. Nun musste schnell entschieden werden, da man nicht noch einmal erleben wollte, dass eine andere Gemeinde schneller war. Um dem Entscheidungsgremium eine Vorstellung zu geben, wie das Instrument in der Kirche St. Josef wirken würde, stellten wir kurzerhand ein sieben Meter hohes Gerüst auf die Empore. Eine einfache Stellage reichte um die Dimensionen zu zeigen.

Dann ging alles sehr schnell und keine sieben Wochen später steht die Orgel umgebaut und umintoniert in Delhoven. Die Pedallade wurde komplett hinter die Orgel gestellt und elektrifiziert. Das Gehäuse wurde ergänzt. Dadurch steht der Prospekt nun als schlanke Säule mit schwellbarem Brustwerk und Hauptwerk übereinander. Innerhalb der Orgel wurde die Disposition so geändert, dass Quinte und Terz aus dem Sesquialter im Hauptwerk nun als Einzelaliquoten im Brustwerk spielbar sind. Dort kann jetzt ein Flötenkornett registriert werden. Die Scharffcymbel und die hohe Quinte sind dafür aufgegeben worden. Die Zweifüße wurden innerhalb der Manualwerke getauscht. Wer mitgezählt hat, hat gemerkt, dass noch ein Stock frei ist. Dieser soll in absehbarer Zeit mit einer Gambe 8´ besetzt werden.

Neue Disposition der Orgel:

I. Man. Hauptwerk
Principal 8′
Rohrflöte 8′
Gambe 8´ (vacant) Octave 4´
Gedacktflöte 4´
Superoctave 2´
Mixtur 1 1/3′ 4f.
Trompete 8′
Tremulant
II. Man. Schwellwerk
Gedackt 8′
Blockflöte 4′
Quinte 2⅔´
Waldflöte 2´
Terz 1 3/5´
Krummhorn 8′
Tremulant
Pedal
Subbass 16′
Offenbass 8′
Choralbass 4′
Piffaro 2´ 3f.

Fagott 16´

Frühling 2015

Pfarrkirche Heilig-Geist zu Rösrath-Forsbach

Roesrath-Forsbach-Fruehling-2015

Der Schimmelbefall in und an der Stahlhuth Orgel mit ihren 19 Registern war schon sehr deutlich. Und somit die Entschimmelungsmaßnahme entsprechend dringlich. Im Zuge dieser erweiterten Reinigung wurden an einigen Registern die Intonationsparameter korrigiert. Die entsprechende Nachintonation des inhomogenen Pfeifenwerks, welche in Teilen einer Umintonation gleich kam, hatte ein ausgeglicheneres Klangbild mit weniger Nebengeräuschen zum Ziel. Und dies ist auch erreicht worden.

Disposition der Orgel :

1. Manual HW C-g´´´: 2. Manual NW C-g´´´: Pedal C-f´:
Principal 8´ Musiziergedackt 8´ Subbass 16´
Bordun 8´ Rohrflöte 4´ Offenbass 8´
Oktave 4´ Principal 2´ Choralbass 4´
Kleingedackt 4´ Carillon 1 3/5´ + 8/9´ Quintade 2´
Waldflöte 2´ Schnabelflöte 1´ Liebl. Posaune 16´
Sesquialter 2 fach Rohrschalmey 8´
Mixtur 4 fach 2´
Trompete 8´ I-P
II-I Tremulant II-P

 

Neuapostolische Kirche Dortmund-Hombruch

 

Dortmund-Hombruch-NAK-Fruehling-2015

Die Simon Orgel in der NAK in Dortmund-Hombruch wurde Opfer der großen Umbaumaßnahmen in der Kirche.

Das zwölf-registrige Instrument war über und über voll mit Baustaub. Dieser wurde in einer Reinigungsmaßnahme entfernt und alle Register grundlegend nachintoniert. Danach stellte sich die Orgel nicht mehr so spitz und kopflastig im Klang dar.

Disposition der Orgel :

1. Manual HW C-g´´´ : 2. Manual SW C-g´´´: Pedal C-f´:
Hohlflöte 8´ Holzgedackt 8´ Subbaß 16´
Spitzgambe 8´ Rohrflöte 4´
Prinzipal 4´ Nasard 2⅔´
Gemshorn 2´ Prinzipal 2´
Mixtur 4 fach Terz 1 3/5´
Rohrschalmey 8´
II-I
I/P
II/P

 

 

Herbst 2014

  • Orgelumsetzung von Essen nach Gütersloh

Die Gemeinde Essen-Kray der Neuapostolischen Kirche wurde aufgelöst und aus dem Kirchengebäude ein Gemeinschaftszentrum gemacht. In diesem Gemeinschaftszentrum stand die Simon Orgel von 1996 mit ihren zwölf Registern etwas verloren. Die ähnlich große Kirche in Gütersloh-Mitte wurde bis jetzt von einem elektronischen Instrument der Fa. Kienle beschallt. So kam der Gedanke auf die Orgel nach Gütersloh umzusetzen.

In den sehr hellen und modernen Raum passt die Orgel optisch wunderbar. Sie steht vorne links, neben dem Altar und schafft eine schöne Anbindung an die Holzdecke. Somit sind die Befürchtungen, das Instrument könne als Fremdkörper in der ansonsten weis/grau gehaltenen Kirche wirken, nicht eingetroffen.

Die Disposition wurde von uns geändert indem die Zweifüße getauscht wurden; der Prinzipal ins Hauptwerk und die Flöte ins Nebenwerk. Der Orgelfuß wurde mit einem kleinen Podest mit Parkett eingefasst und die Intonation auf den neuen Raum abgestimmt.

1. Manual HW C-g´´´ 2. Manual NW C-g´´´ Pedal C-f´
Principal 8´ Holzgedackt 8´ Subbass 16´
Rohrflöte 8´ Salicional 8´
Octave 4´ Flöte 4´
Superoctave 2´ Nasat 2⅔´
Mixtur 3 fach Schwiegel 2´
 Terz 1 3/5´
Pedalkoppel I/ Pedal
Manualkoppel II/I Pedalkoppel II/Pedal

NAK-Guetersloh-Herbst-2014

 

  • Pfarrkirche Heilige Drei Könige in Köln-Rondorf

An der 1998 von „Johannes Klais Bonn“ für die Pfarrkirche Heilige Drei Könige in Rondorf gebaute Orgel stand die turnusmäßige Reinigung an. Das 27 Register große Instrument mit drei Manualen und Pedal ist optisch gestaltet wie ein aufgeschlagenes Buch auf dessen Rücken man schaut. Diesem optischen Entwurf ist die komplette Technik und die Aufstellung des Pfeifenwerks untergeordnet.

Bei der Einsicht zur Angebotsabgabe bat der Organist darum, besonderen Wert auf die Klanglichkeit zu legen. Technisch war die Orgel in gutem Zustand, allerdings sollte sich an einigen Registern klanglich deutlich etwas tun. Hauptsächlich gab es kaum Abstufungen zwischen Hauptwerk und Nebenwerk (Positiv). Letzteres war deutlich zu laut. Auch konnte bei manchen Registern keine eindeutiger Klang ausgemacht werden; der Klang stand nicht im Verhältnis zum Namen. Eine wundersame Seltenheit fanden wir im kleinen Schwellwerk vor: die tiefsten 15 Pfeifen des wichtigsten Registers in diesem Werk (Cello 8´) standen als Prospektpfeifen vor den Schwelltüren und konnten nicht mit dem Rest des Registers abgeschwellt werden. Des Weiteren bestand der Wunsch mehr Speicherplätze im Setzer zu haben.

Während der Reinigungsarbeiten begann auch schon die Nachintonationsphase. Diese weitete sich so extrem aus, dass man von einer Neuintonation sprechen kann/muss: Alle Register des Positivs wurden leiser, zum Teil zarter intoniert. Das Register Cromorne 8´ wurde mit Deckeln versehen und die Becher auf die richtige Länge gebracht. Bei der Traversiere 8´ wurden im Diskant die Aufschnitte heruntergesetzt und drei Diskantpfeifen an einen anderen Ort gestellt. Jetzt passt das Positiv in sich und als Echoklang zum Hauptwerk.

Die Becher der Posaune wurden verlängert, sodass der Klang mehr Grundton hat. Im Hauptwerk ist das 5 fache Cornet deutlich leiser intoniert worden. Die Hauptwerkstrompete hatte nach intensiven Ausgleichsarbeiten einen viel mischfähigeren Charakter. Insgesamt ist das Instrument kaum leiser geworden, was in der schwierigen Akustik dieses Raumes sehr wichtig ist. Es ist aber runder, milder und universeller geworden.

Für das Schwellwerk haben wir von „Killinger Pfeifen“ 15 neue Cellopfeifen bauen lassen. Diese wurden im Schwellwerk an den Seitenwänden montiert ohne irgendetwas bei Stimmung und Wartung zu beeinträchtigen. Jetzt ist das Register eine Einheit beim an- & abschwellen. Die Prospektansicht wurde durch diese Maßnahme nicht verändert; wir änderten nur die Windführungen. Das mittlere Pfeifenfeld ist jetzt stumm.

Der Wunsch nach mehr Speicherplatz im Setzer konnte mit einem Kunstgriff ohne großen finanziellen Aufwand gelöst werden. Die vorhandene Setzerplatine hatte noch zusätzliche 100% Kapazität, die man nur abrufen können musste. Dies geschieht jetzt durch einen zusätzlichen Schalter am Spieltisch, mit dem man diese zweite Ebene freischalten kann.

Koeln-Rondorf-Herbst-2014

Disposition der Orgel:

 

  1. Manual Pos C-g´´´
 2. Manual HW C-g´´´  3. Manual SW C-g´´´ Pedal C-f´:
Bourdon 8´ Bourdon 16´ Violoncelle 8´ Subbass 16´
Traversiere 8´ Principal 8´ Voix céleste 8´ Octave 8´
Gemshorn 4´ Waldflöte 8´ Cor de nuit 8´ Superoctave 4´
Nazard 2 ⅔´ Octave 4´ Flûte octav. 4´ Posaune 16´
Quarte 2´ Rohrflöte 4´ Flageolet 2´
Tierce 1 3/5´ Superoctave 2´ Hautbois 8´
Cymbale 4f Cornet 5f
Cromorne 8´ Mixtur 4f
Trompete 8´
Tremulant Tremulant Tremulant I-Ped
I-II II-Ped
III-I III-II III-Ped

Sommer 2014

  • Sicherung der Hauptorgel in St. Severin Köln

Die große romanische Kirche St. Severin in der Kölner Südstadt wird grundlegend saniert. Zwei Jahre lang. Deshalb musste die Hauptorgel sehr gewissenhaft eingehaust und mit einer speziellen, wasserdichten aber dampfdurchlässigen Folie verpackt werden. Die 43 Register Orgel mit dem acht Meter hohen Hauptgehäuse wurde von uns im Auftrag der Fa. „Werkstätte für Orgelbau
Mühleisen GmbH“ gesichert. In der zweiten Jahreshälfte 2016 wird sie wieder ausgehaust, gereinigt und nachintoniert.

St.Severin-Herbst-2014

 

 

  • Köln-Müngersdorf St. Vitalis

Koeln-Muengersdorf-Sommer_2014

Kurz vor ihrem 20. Geburtstag ist die Klais-Orgel in St. Vitalis von uns gereinigt worden. Im September findet als Jubiläum das „Festival der Kirchenmusik“ statt. Auf der Homepage des Kirchenmusikers an St. Vitalis Michel Rychlinski finden Sie genauere Informationen: http://michelr83.over-blog.com/2014/06/kaleidoscop-festival-der-kirchenmusik.html Als weitere Arbeiten wurden von uns noch zwei Pistons als Sequenzer für die Setzeranlage eingebaut, eine neue LED-Notenbeleuchtung montiert, die Prospektpfeifenfüße poliert und eine leichte Nachintonation durchgeführt. Nun klingt das tolle Instrument wieder in neuem Glanz.

Disposition:

1. Manual RP C-g´´´ : 2. Manual HW C-g´´´: Pedal C-f´:
Rohrflöte 8´ Principal 8´ Subbaß 16´
Quintadena 8´ Hohlflöte 8´ Principalbaß 8´
Principal 4´ Octave 4´ Gedecktbaß 8´
Flötgedackt 4´ Gemshorn 4´ Dolkan 4´
Nazard 2 ⅔´ Octave 2´ Fagott 16´
Doublette 2´ Mixtur 4f 1⅓´ I/P
Tièrce 1 3/5´ Cornet 4f 4´ II/P
Larigot 1⅓´ Trompete 8´
Scharff 4f 1´ Tremulant
Cromorne 8´ I/II
Tremulant

 

Frühling 2014

  • Rommerkirchen-Hoeningen St. Stephanus

Hoeningen-Fruehling-2014_2

Wer nicht gerade Hoeningen als Ziel hat, wird wohl eher selten diesen ländlich gelegenen Ortsteil Rommerkirchens (zwischen Köln und Neuss) finden. Seit der Woche vor Pfingsten aber ist die alte Dorfkirche um einen kleinen Anziehungspunkt reicher: die neue Orgel wurde zu diesem Zeitpunkt geweiht! Ganz neu ist sie zwar nicht, sicher würde sie aber niemand mehr wiedererkennen. Sie hat ein neues Gesicht bekommen und ist viel größer geworden. Die von der Orgelbaufirma Seifert aus Kevelaer 1959 gebaute Orgel stand bis zum Dezember letzten Jahres (siehe Winter 2013/2014) in der Kinderheimkirche „Zur heiligen Familie“ in Köln-Sülz.

Hier die Disposition 1959-2013 in Köln-Sülz:

1. Manual NW C-g´´´ 2. Manual HW C-g´´´ Pedal C-f´
Gedackt 8´ Holzflöte 8´ Subbass 16´
Metallflöte 4´ Salicional 8´ Offenbass 8´
Principal 2´ Principal 4´
Terzflöte 1 3/5´ Nasat 2⅔´
Sifflöte 1´ Mixtur 4-6 fach
Pedalkoppel I/ Pedal
Manualkoppel I/II Pedalkoppel II/Pedal

 

Dort ist sie von uns abgebaut und in die Werkstätten transportiert worden. Alle nötigen Arbeiten für die Reinigung, Reparaturen, Erweiterungen, Dispositionsänderungen, Elektrifizierungen, Bau der neuen Windladen usw. wurden bis Mitte April dort durchgeführt. Dann begannen die Montagearbeiten vor Ort. Die um einen Principal 8´ und eine Zungenreihe 16´/8´ erweiterte Orgel fand ihren Platz vorne rechts im Seitenschiff. Auch der Bestand der Disposition wurde leicht verändert (zwei Register getauscht, eins aufgerückt), sodass sich die Orgel nun klanglich vielseitiger zeigt als zuvor.

 

Hier sehen Sie die aktuelle Disposition:

1. Manual NW C-g´´´ 2. Manual HW C-g´´´ Pedal C-f´
Gedackt 8´ Praestant 8´* Subbass 16´
Metallflöte 4´ Holzflöte 8´ Octavbass 8´*
Nasat 2⅔´ Salicional 8´ Flötbass 8´ (offen)
Flöte 2´ Octave 4´ Choralbass 4´*
Terzflöte 1 3/5´ Superoctave 2´ Dulzian 16´**
Klarinette 8´** Mixtur 4 fach  Klarinette 8´**
Dulzian 16´** Pedalkoppel I/ Pedal
Manualkoppel I/II Klarinette 8´** Pedalkoppel II/Pedal

*= Prospektprincipal

**=Zungenreihe mit 68 Tönen/Aufschlagend

Zu weiteren, sehr umfangreichen Informationen (Fotos und Berichte aus der Aufbauzeit) sei die Verlinkung zum Blog vom Hoeninger Kantor Carsten Wüster empfohlen: http://www.carsten-wuester.de/eine-neue-orgel-fuumlr-st-stephanus.html

Hoeningen-Fruehling-2014

 

  • Eine besondere „Französin“ für Barrenstein

Fruehling2014-Gruaz-Barrenstein

Die Gemeinde St. Nikolaus in Grevenbroich-Barrenstein hat jetzt ein ganz besonderes Instrument. Die Orgel, welche noch bis Anfang 2014 im Auditoire de Calvin in Genf stand, wurde durch „Instrumente Ladach“ an die Gemeinde vermittelt. Sie hat zehn Register mit einem Montre 8´ im Hauptwerk. Das zweite Manual beginnt erst beim kleinen c und ist ein Solo- oder Cornetwerk. Von diesem Cornet lassen sich der Bourdon 8´ und die Flute 4´ einzeln ziehen. Die Quinte, der 2´ und die Terz lassen sich über einen Kombinationszug registrieren, der dann alle fünf Reihen gleichzeitig einschaltet. Die von „Francis Gruaz; Manufacture d´orgues“ aus Lausanne im Jahre 1963 erbaute Orgel wurde von uns in Wuppertal abgebaut. Die Windanlage und ein Teil der Pfeifenaufstellung wurde an die neuen Gegebenheiten in St. Nikolaus angepasst, ein neuer Motorkasten gebaut, etliche Untertastenbeläge erneuert, alle Teile gereinigt und zum Schluss die Intonation an den neuen Raum angepasst. Besonders das „Cornet“ als Soloregister versprüht mit seinen weiten Mensuren einen französischen Charme.

1. Manual HW C-g´´´ 2. Manual Solo c-g´´´ Pedal C-f0
Montre 8´ Bourdon 8´ Soubasse 16´
Flûte 8´ Flûte 4´ Flûte 8´
Flûte 4´ Cornet 8´
Doublette 2´
Plein jeu 1´
 Pedalkoppel I/P

 

  • Abbau und verladen der Orgel aus der Pauluskirche zu Heilbronn

Fruehling2014-Heilbronn-Abbau-Weller

Die Weller-Orgel aus der Heilbronner Pauluskirche wurde (wegen des Verkaufs des Kirchenraums) durch „Instrumente Ladach“ nach Japan verkauft. Sie wurde demontiert, aufwändig verpackt und in einen Hochseecontainer verladen. Japanische Orgelbauer werden das Instrument wieder aufbauen.

Winter 2013/2014

  • Kapelle des St. Joseph Krankenhauses in Wuppertal

Fruehling-2014-StJosphs-KH-Wuppertal-Txt

Die kleine zweimanualige Orgel mit angehängtem Pedal wurde von der Fa. „Instrumente Ladach“ an das Krankenhaus verkauft. Wir erledigten die Aufstellung und Intonation. Diese Orgel hat ausschließlich Holzpfeifen.

 

1. Manual  C-f´´´ 2. Manual  C-f´´´ Pedal C-f0
Gedackt 8´ Principal 8´ab g0 angehängt
Rohrflöte 4´ C-fs zusammen mit
Quinte 2⅔´ Gedackt
Flöte 2´
Manualkoppel II/I

 

  • St. Georg Köln-Weiß

Fruehling-2014-St-Georg-Koeln-Weiss-Txt

1. Manual HW C-f´´´ 2. Manual NW C-f´´´ Pedal C-f0
Principal 8´ Liebl. Gedackt 8´ Subbass 16´
Gedackt 8´ Principal 4´ Offenbass 8´
Octave 4´ Spillflöte 4´ Choralbass 4´
Spitzflöte 4´ Octave 2´ Fagott 16´
Schwiegel 2´ Scharf 4 fach
Sesquialter 2fach Krummhorn 8´
 Mixtur 4 fach Tremulant
Trompete 8´
Tremulant Pedalkoppel I/ Pedal
Manualkoppel II/I Pedalkoppel II/Pedal

Das in den 1950er Jahren von der Orgelbaufirma Seifert erbaute Instrument, wurde 1988 von der Firma Peter quasi neu gebaut. Einige Register und der Spielschrank wurden dabei übernommen. Im Januar 2014 wurde die Orgel von uns gereinigt, die Klaviaturen mit Kaschmir neu garniert und die Intonation überarbeitet. Besonders das Krummhorn 8´ im Nebenwerk und der Principal 8´ im Hauptwerk wurden dabei klanglich regelrecht neu intoniert.

 

  • „Conservatoire Municipal du 16éme Arrondissement-Francis Poulenc“ in Paris

Anfang Dezember ereilte uns die Nachricht, dass im Pariser Conservatoire Municipal, welches im September die Übeorgel bekommen hat, ein Wasserrohr geplatzt sei. Die Orgel, die im Keller in einer Übezelle stand, musste sehr kurzfristig „evakuiert“ werden. Die Stadt Paris genehmigte das Angebot zur Umsetzung ins Erdgeschoss in einem erstaunlichen Eiltempo, und so wurde das Instrument innerhalb von drei Tagen aus dem Keller vorm „ertrinken“ gerettet.

 

  • „Köln-Sülz ehemalige Kinderheimkirche Zur heiligen Familie“

Abbau und Einlagerung

Die voll mechanische, zwölf Register umfassende Orgel der Fa. Seifert aus Kevelaer wurde von uns im Dezember 2013 in einer sehr kurzfristig geplanten Arbeitswoche in der Kirche des ehemaligen Kinderheims in Köln-Sülz abgebaut.

Sie wird nach umfassenden Reinigungs-, Reparatur- und Erweiterungsarbeiten kurz nach Ostern 2014 in der Pfarrkirche St. Stephanus in Rommerskirchen-Hoeningen wieder aufgebaut.

Kinderheim/Hoeningen

Die Orgel wird in Hoeningen aber niemand mehr wiedererkennen, da das Instrument ein neues Gesicht bekommt. Eine der Erweiterungen wird ein Principal 8´ sein, der als neuer Prospekt vor dem Pfeifenwerk steht. Die zweite Erweiterung wird eine aufschlagende Klarinettenreihe sein, welche als Auxilliarwerk konzipiert ist. Diese Reihe lässt sich unabhängig von allen Manualen spielen. Des Weiteren werden einige Pfeifenreihen umgesetzt bzw. aufgerückt, sodass im Nebenwerk ein zerlegtes Kornett entsteht und das Hauptwerk alle Principalchöre lückenlos vereint.

Hier sehen Sie die zukünftige Disposition:

1. Manual NW C-g´´´ 2. Manual HW C-g´´´ Pedal C-f0
Gedackt 8´ Principal 8´* Subbass 16´
Metallflöte 4´ Holzflöte 8´ Octavbass 8´*
Nasat 2⅔´ Salicional 8´ Flötbass 8´ (offen)
Flöte 2´ Octave 4´ Dulzian 16´**
Terzflöte 1⅓´ Superoctave 2´ Klarinette 8´**
Klarinette 8´** Mixtur 4 fach
Dulzian 16´** Pedalkoppel I/ Pedal
Manualkoppel I/II Klarinette 8´** Pedalkoppel II/Pedal

*= Prospektprincipal

**=Zungenreihe mit 68 Tönen/Aufschlagend

Zu weiteren, sehr umfangreichen Informationen sei die Verlinkung zum Blog vom Hoeninger Kantor Carsten Wüster empfohlen: http://www.carsten-wuester.de/eine-neue-orgel-fuumlr-st-stephanus.html

Herbst 2013

  • „Köln-Ehrenfeld St. Peter“

Setzereinbau in die 46 Register Orgel mit besonderer Aufgabenstellung:

Unter Beibehaltung der beiden freien Kombinationen, einer freien Pedalkombination, diverser spezieller Schaltungen usw. wurde in den Spieltisch der Orgel von St. Peter zu Köln-Ehrenfeld eine neue Setzeranlage  eingebaut.

 

  • „St. Pankratius zu Zülpich-Rövenich“

Fruehling-2014-Zuelpich-Roevenich-Txt

Die vielschichtige, einmanualige Orgel in St. Pankratius zu Zülpich-Rövenich wurde gereinigt, von Schimmel befreit, vorgerückt, mit neuer Spieltischbeleuchtung in LED-Technik und einer neuen Windmaschine ausgestattet, ausgeglichen intoniert und gestimmt.

Außerdem wurden noch die Prospektpfeifen poliert, sodass das Instrument nun nicht nur eine Ohren-, sondern auch wieder eine Augenweide ist.

Disposition:
Principal 8´ Pedal:
Gedackt 8´ Subbass 16´
Octave 4´
Flöte 4´
Quinte 2⅔´
Octave 2´
  Pedalkoppel

 

  • „Kapelle St. Marien zu Wachtberg-Ließem“

Die sechs registrige Leihorgel des Erzbistums Köln musste gereinigt und von Schimmel befreit werden. Eine ordentliche Nachintonation und Stimmung waren obligatorisch.

 

  • „Conservatoire Municipal du 16éme Arrondissement-Francis Poulenc“ in Paris

Nach einer Europa weiten Ausschreibung konnte die Stadt Paris bei Andreas Ladach in Wuppertal eine gebrauchte Karl Schuke Orgel kaufen. Das Instrument hat acht Registern, wovon die sechs Manualregister wahlweise auf dem ersten oder auf dem zweiten Manual gespielt werden können (Wechselschleife). Der Aufstellungsort innerhalb des Conservatoire Municipal ist eine kleine Übezelle. Daher war es unbedingt nötig und von Prof. Françoise Dornier gewünscht, die Orgel besonders in den Höhen leise zu intonieren. Dabei sollte natürlich der charakteristische Klang (gerade der überblasenden 2´ Flöte) nicht verloren gehen. Dies ist uns ebenso gelungen, wie die Quinte vom „Mixturersatz“ zu einer mischfähigen Klangfarbe zu verändern. Die gute Qualität des Instruments hat ihren Beitrag dazu geleistet.

Aktuelles Herbst 2013 Paris 2013 (1)

Disposition:

I. Wechselschleife für das I. & II. Manual:

Gedackt 8´

Rohrflöte 8´

Gemshorn 4´ (Prospekt)

Flöte 2´ (ab c0 überblasend)

Quinte 1 1/3´

Pedal:

Subbass 16´

Flöte 4´

  • Iserlohn-Kalthof, Kath. Kirche St. Peter und Paul

Es kommt recht selten vor, dass man als Orgelbauer innerhalb kürzester Zeit ein Instrument zweimal aufbaut. Aber nach dem Aufbau in der Orgelkirche von Andreas Ladach in Wuppertal ist das zehn registrige Instrument schnell nach Iserlohn verkauft worden, wo wir es dann für eine dauerhafte und zuverlässige Nutzung montiert haben. In diesen Arbeiten war auch die Umintonation enthalten, welche (auch bei diesem Instrument) einen nicht mehr so scharfen (und z. T. sogar aggressiven) Klang zum Ergebnis haben sollte. Des Weiteren musste einiges an der mechanischen Tontraktur verbessert werden um das Instrument störungsfrei spielen zu können.
Die Iserlohner Gemeinde freut sich nun, nach zwei gescheiterten Versuchen mit elektronischen Instrumenten, auf ihre erste Pfeifenorgel in der Kirche St. Peter und Paul. Die feierliche Einweihung erfolgte am ersten Advent.

Aktuelles Herbst 2013 St Peter u Paul Iserlohn

  • Reinigung der Orgel in der evangelischen Zionskirche Herne

Als mit dem Abriss der Seitenempore und dem Durchbruch von der Kirche zu dem neu zu bauenden Gemeindehaus begonnen wurde, war die Orgel noch nicht gegen Staub geschützt. Als Schutzmaßnahmen ergriffen wurden, war schon viel des feinen Baustaubs in das Instrument gelangt. Anfang September waren die Bauarbeiten in der Kirche beendet und wir fingen mit den Reinigungsarbeiten an der 15 Register Orgel an. Das vielschichtige Instrument nahm viel Arbeit für die anschließende Nachintonation in Anspruch. Aber aus viel „Rauschen und Kratzen“ ist nun (trotz der steilen Disposition) ein ordentlicher Orgelklang geworden.

2013_herbst_zionskirche_herne

 

Disposition:

I. Manual HW

Prinzipal 8´ (ab Fis offen)

Gedackt 8´ (Holz)

Oktave 4´

Waldflöte 2´

Mixtur 4fach

II. Manual NW

Rohrflöte 8´

Quintade 4´

Prinzipal 2´

Sesquialter 2 fach

Zimbel 3 fach

Pedal:

Subbass 16´

Ital. Principal 8´ (C-cis Kupferprospekt)

Rohrpommer 8´

Choralbass 4´

Hintersatz 4 fach

Stille Posaune 16´